Curriculum Zahntrauma - Fit für die Praxis

Unabhängig davon haben die Diagnostik und insbesondere die Therapie von Zahnunfällen in den letzten Jahren einen erheblichen Wandel erfahren. Eine moderne, biologisch orientierte und wissenschaftlich gestützte Traumatologie der Zähne fokussiert auf die Förderung von Wundheilungsvorgängen der verletzten Gewebe und deren Regeneration. Zellphysiologische Lagerungsmedien, Antibiotika, Steroide, Schmelz-Matrix-Proteine und biokompatible Materialien sind wichtige Puzzleteilchen, die sich zu neuen Therapiekonzepten vereinigen oder bestehende Verfahren ergänzen und in komplexen Fällen über Zahnerhalt oder Zahnverlust entscheiden können.

 

Das Zahnunfall-Zentrum der Universität Basel bietet in Zusammenarbeit mit der APW erstmals ein strukturiertes, postgraduiertes und zertifiziertes Curriculum „Zahntrauma“ an. Ziel dieses Curriculums ist es, den Umgang mit Zahnunfällen in der täglichen Praxis zu verbessern und den teilnehmenden Zahnärztinnen und Zahnärzten umsetzbare Leitlinien für Diagnostik und Therapie dentoalveolärer Verletzungen an die Hand zu geben. Die Zahntraumatologie ist heute eine interdisziplinäre Aufgabe: Es sind Kompetenzen in den Bereichen zahnärztliche Chirurgie, Endodontologie, Parodontologie, Kinderzahnmedizin, Kieferorthopädie und restaurative Zahnmedizin erforderlich, welche alle in diesem neuen Curriculum vermittelt werden.

 

An drei Wochenenden werden den Teilnehmern diese Fähigkeiten in Theorie und Praxis intensiv vermittelt. Diese Intensivkurse werden an Orten durchgeführt, an denen die erforderliche Infrastruktur für die praktischen Übungen verfügbar ist. Die Gruppen werden nicht größer als 21 Personen sein. Wir sind sicher, dass jeder Teilnehmer nach diesem Curriculum dem einfacheren sowie auch dem nicht alltäglichen Traumafall in der Praxis entspannter gegenüber treten kann.

WK01 Übersicht Zahntrauma, Avulsion, Prävention von Zahnunfällen - Was tun bei unfallbedingtem Zahnverlust?

Übersicht Zahntrauma, Avulsion, Prävention von Zahnunfällen - Was tun bei unfallbedingtem Zahnverlust?, WK01

 

  • Einführung in die Thematik
  • Epidemiologie
  • Allgemeinmedizinische Aspekte, Schädel-Hirn-Trauma
  • Prävention, Zahnschutz
  • Dislokationsverletzungen
  • Avulsion, Schienung
  • Parodontale Spätfolgen nach Dislokationenverletzungen
  • Zahnverlust im wachsenden Kiefer - was tun?
  • Zahntransplantation nach Zahntrauma

                  
Praktische Übungen: Versorgung von Weichgewebsverletzungen am Schweinekiefer, Herstellung eines professionellen Zahnschutzes.

WK02 Zahnfrakturen und deren Behandlung, Milchzahntrauma

Zahnfrakturen und deren Behandlung, Milchzahntrauma, WK02

 

  • Kronenfrakturen
  • Kronen-Wurzel-Frakturen
  • Wurzelfrakturen
  • Milchzahntrauma
  • Teilnehmer lösen Fälle in Kleingruppen und stellen ihre Therapieempfehlung vor

                  
Praktische Übungen:

Ästhetischer Frontzahnaufbau nach Kronenfraktur, Aufbau nach Zahntransplantation, Stiftversorgung

WK03 Dislokation und Spätfolgen, Wurzelresorption

Dislokation und Spätfolgen, Wurzelresorption, WK03

 

  • Konkussion und Lockerung
  • Laterale Dislokation und Intrusion
  • Endodontische Spätfolgen
  • Zahnverfärbungen und Bleaching
  • Wurzelresorptionen
  • Invasive zervikale Resorptionen
  • Teilnehmer lösen Fälle in Kleingruppen und stellen ihre Therapieempfehlung vor

                  
      Praktische Übungen: Endo bei offenem Apex, Übungen am Rinderzahn (MTA Plug, vertikale Kondensation, Bleaching)

Ansprechpartner

Sonja Beate Lucas 0211/669673-42

Informationen

Kursart: CURRICULUM
Fachgebiet:

Gebühren (je WK)

Kursgebühr: 640.00000000000000000000 EUR
Kursgebühr für DGZMK-Mitglieder: 620.00000000000000000000 EUR
Kursgebühr für APW-Mitglieder: 595.00000000000000000000 EUR

Referenten

Prof. Dr. Andreas Filippi
Prof. Dr. Gabriel Krastl
Prof. Dr. Roland Weiger